Kaffee gegen Kälte – gemeinsam für die Berliner Kältehilfe

Die aktuellen Minusgrade führen uns eindrücklich vor Augen, was Wohnungslosigkeit im Winter bedeutet. Kälte ist für viele Menschen in unserer Stadt keine abstrakte Größe, sondern eine akute Lebensgefahr. Gerade in diesen Wochen wird deutlich, wie unverzichtbar die Angebote der Berliner Kältehilfe sind – und wie wichtig es ist, dass Politik, Zivilgesellschaft und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Verantwortung übernehmen. Vor diesem Hintergrund habe auch ich mich an der diesjährigen Kaffeewette für die Berliner Kältehilfe beteiligt und meine Kaffeepackungen in der Pförtnerloge des Rathauses Charlottenburg abgegeben. Noch bis zum 5. Februar besteht die Möglichkeit, sich an der Aktion zu beteiligen.

2026 nimmt erstmals auch der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf an der bezirksübergreifenden Kaffeewette teil. Gelingt es, im Bezirk mindestens 500 Kaffeepäckchen zu sammeln, erhält die Kältehilfe in Charlottenburg-Wilmersdorf zusätzlich 2.500 Euro, zur Verfügung gestellt von einem Berliner Unternehmer. Damit wird nicht nur praktische Unterstützung geleistet, sondern auch ein starkes politisches und gesellschaftliches Signal gesetzt: Niemand darf im Winter allein gelassen werden.

Die Berliner Kältehilfe bietet wohnungslosen Menschen täglich Schutz vor der Kälte, warme Mahlzeiten, Kleidung, Hygieneangebote und Beratung. Angesichts von über 50.000 wohnungslosen Menschen in Berlin ist dieses Engagement ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur unserer Stadt. Langfristig braucht es natürlich mehr bezahlbaren Wohnraum und wirksame Prävention von Wohnungslosigkeit. Kurzfristig aber rettet die Kältehilfe Leben.

Ich freue mich über alle, die sich an der Kaffeewette beteiligen und damit zeigen: Solidarität ist keine Frage großer Worte, sondern konkreten Handelns.