Wie gut ist der Service von Gewobag & Co geworden?

Hausmeister, Sauberkeit, Ordnung, Wohnumfeld und ein guter Service: Gerade die landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU), wie die Gewobag, die Degewo oder die WBM, müssen ihrer Verantwortung für ihre Mieterinnen und Mieter gerecht werden. Denn sie gehören dem Land Berlin und damit letztlich den Berlinerinnen und Berlinern. Sie sind nicht einfach Vermieter wie jeder andere. Deshalb hat die CDU-SPD-Koalition in dieser Legislaturperiode wichtige Schritte unternommen, um die LWU stärker in die Pflicht zu nehmen und ihre Verantwortung für die Wohnquartiere klarer herauszustellen. Jetzt kommt es auf die Umsetzung vor Ort an.

Wer in einer Wohnung der landeseigenen Wohnungsunternehmen lebt, erwartet zu Recht mehr als nur vier Wände und einen Mietvertrag. Es geht auch um ein sauberes und gepflegtes Wohnumfeld, funktionierende Anlagen, Ansprechpartner vor Ort und darum, dass Probleme nicht wochen- oder monatelang ungelöst bleiben.

Aus meinem Wahlkreis erreichen mich immer wieder Beschwerden über die Erreichbarkeit insbesondere der Gewobag, über Sauberkeit und Ordnung in den Wohnanlagen, über das Wohnumfeld oder über notwendige Sanierungen. Diese Rückmeldungen habe ich stets sehr ernst genommen und mich unzählige Male mit der Gewobag in Verbindung und auseinandergesetzt.

Auch hat das Abgeordnetenhaus von Berlin auf Drängen der Regierungskoalition aus CDU und SPD den Senat aufgefordert, neben weiteren Maßnahmen, dafür zu sorgen, dass alle LWU wohnortnahe Kundenzentren einrichten bzw. bestehende Standorte weiterentwickeln sowie eigene Handwerker und Techniker vorhalten. Hinzu kommt die Vorgabe, dass seit dem 1. Juli 2026 wieder eigene Hausmeisterservices in allen Siedlungen der landeseigenen Wohnungsunternehmen angeboten werden sollen.

Das ist aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt. Denn ein Hausmeister vor Ort kann nicht alle Probleme lösen – aber er kann ansprechbar sein, Mängel frühzeitig erkennen, sich um das Wohnumfeld kümmern und dafür sorgen, dass Probleme nicht einfach zwischen verschiedenen Zuständigkeiten und fehlenden Ansprechpartnern verschwinden.

Natürlich ist damit noch nicht alles gut. Entscheidend ist, was bei den Mieterinnen und Mietern vor Ort ankommt. Neue Vorgaben auf dem Papier sind nur dann etwas wert, wenn sich dadurch der Alltag tatsächlich verbessert.

Deshalb möchte ich von Ihnen wissen:

  • Hat sich die Erreichbarkeit der Gewobag seit dem 1. Juli verbessert?
  • Gibt es nach dem Dienstleisterwechsel inzwischen wieder einen festen und durchgängig erreichbaren Hausmeisterservice vor Ort?
  • Werden Mängel schneller aufgenommen und behoben?
  • ...
  • Oder stellen Sie bislang keine Veränderung fest?

Ich freue mich ausdrücklich auch über kritische Rückmeldungen. Denn nur wenn wir wissen, wo es weiterhin Probleme gibt, können wir als Politik gegenüber den landeseigenen Wohnungsunternehmen nachhalten und Verbesserungen einfordern.

Ich möchte, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen wieder stärker als das wahrgenommen werden, was sie sein sollten: verlässliche und verantwortungsvolle Vermieter für die Berlinerinnen und Berliner.


Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den Bericht über „Gute Dienstleistungen für Mieterinnen und Mieter landeseigener Wohnungsunternehmen“ beschlossen. Die Pressemeldung dazu gibt es hier: